Arbeiten im Homeoffice


Gesund bleiben & Balance finden

Gesund und motiviert im Homeoffice

1 Tag pro Woche Homeoffice ist für viele von uns nichts Aussergewöhnliches. Doch 100% aus dem Homeoffice zu arbeiten und das seit Monaten, ist eine aussergewöhnliche Situation. Wie man dennoch gestärkt, gesund und motiviert durch diese Zeit kommt, zeigen einige der folgenden Tipps.

Routine & Struktur

Gerade in Zeiten von permanentem Homeoffice ist ein strukturierter Tagesablauf umso wichtiger. Versuche, Deine tägliche Routine weiter zu pflegen. Stehe zur gleichen Zeit auf. Die Zeit, die Du vorhin allenfalls fürs Pendeln gebraucht hast, kannst Du nutzen, um in Ruhe zu frühstücken, Zeitung zu lesen oder einen Spaziergang an der frischen Luft zu machen. Beginne zur gewohnten Zeit mit der Arbeit und mache zur selben Zeit wie immer Deine Mittagspause.

Versuche, Dir auch im Homeoffice ein Büro einzurichten. Vermeide es, wenn möglich, im Bett, Schlafzimmer oder auf dem Sofa zu arbeiten, da dies bewusste Räume für Entspannung und Erholung bleiben sollen. Wenn weitere Personen in Deinem Haushalt im Homeoffice arbeiten, überlegt, ob ihr motivierter sind, wenn ihr zum Beispiel beisammen an einem grossen Küchentisch im Coworking-Style sitzt, oder es bevorzugt, in separaten Räumen in Ruhe zu arbeiten.

Die natürliche Grenze zwischen Beruf und Privatleben verschwimmt vor allem im Homeoffice. Finde für Dich heraus, wie Du diese Balance handhaben möchtest und was für Dich und allenfalls auch die Familie am besten passt. Nicht immer gilt der Grundsatz, dass eine strikte Trennung am besten ist. Eine klare Grenze zwischen Arbeits- und Freizeit kann aber durchaus helfen, die Struktur beizubehalten. Beende Deinen Arbeitstag im Homeoffice bewusst, indem Du beispielsweise die Kleider wechselst, das Homeoffice-Büro verlässt, das Licht löschst, den Laptop komplett herunterfährst, etc. Dies hilft, die Grenze zwischen Beruf und Privatleben zu beachten und sich gedanklich auch im Homeoffice von der Arbeit zu lösen.

Arbeitspensum

Der Arbeitsweg fällt weg, man ist nach Feierabend direkt Zuhause, zeitintensive Herausforderungen durch die neue Situation – da passiert es schnell, dass mehr als üblich gearbeitet wird. Achte auf Dein Arbeitspensum: Dehne Deinen Arbeitstag nicht zu sehr in die Abendstunden aus und halte an Deinen freien Tagen fest. Es ist auch in der jetzigen Situation wichtig, sich freizunehmen und die Auszeit Zuhause mit privaten Aktivitäten zu geniessen. Hast Du zu wenig oder zu viel Arbeit? Suche das Gespräch mit Deiner Führungskraft, ob Du entweder Deine Teamkollegen unterstützen, bereichsübergreifend aushelfen oder die Zeit für Weiterbildungsmöglichkeiten nutzen könntest. Bespreche ebenso, wenn Du zu viel Arbeit hast und froh um Entlastung wärst. In beiden Fällen kann Deine Führungskraft auch vom HR Business Partner unterstützt werden.

Unsicherheiten, Ängste oder Überforderung?

Die Ausnahmesituation durch das Coronavirus verstärkt Unsicherheiten, Ängste, Isolation und Überforderung. Denn der weitestgehende Stillstand des öffentlichen Lebens greift tief in das eigene Leben und Alltagsstrukturen ein. Wenn Du Dich unsicher fühlst, Ängste hast oder überfordert bist, melde Dich bei Movis oder spreche mit einer nahestehenden Person, Teamkollegen oder Deiner Führungskraft. Fordere Hilfe und Unterstützung bei Deinem Team, Führungskraft, Familie, Nachbarschaftshilfe, etc. ein. Es gibt zudem viele Initiativen von Privatpersonen, Unternehmen, Seelsorgeeinrichtungen und der Kirche, die Nachbarschaftshilfe, ein offenes Ohr, telefonische Gespräche, Austausch oder seelische Hilfe anbieten.

Familie & Home Office

Aufgrund der Schulschliessung und meist fehlenden, externen Betreuungsmöglichkeiten stehen Familien mit Kindern vor besonderen Herausforderungen. Hier einige Tipps: Setze Dich nicht unter Druck, gehe offen mit der Situation um und fordere Verständnis ein. Es geht vielen Familien mit Kindern gleich und viele, auch solche ohne Kinder, haben Verständnis dafür. Spreche bspw. zu Beginn eines Videomeetings an, dass Du in 40 Minuten den Kindern bei den Hausaufgaben helfen musst, die Lehrerin kurz anruft oder Du eine Zwischenverpflegung zubereiten wirst. Helvetia hat zudem eine solidarische Lockerung der Arbeitszeiten ermöglicht, sodass Du Familie und Beruf möglichst gut unter einen Hut bringen kannst. Nimm es gelassen, wenn Dein Kind bei einem Videomeeting durch den Raum läuft oder Dir etwas zuruft. Bestenfalls kannst Du der Familie dann gleich Deine Arbeitskollegen vorstellen. Blockiere Dir im Kalender die Zeiten, die Du beispielsweise für Home Schooling benötigst und widme Dich dann auch voll Deinen Kindern. Zeige Verständnis. Alle Mitarbeitende, die selbst keine Kinder haben, können ihre Kollegen mit Kindern unterstützen, indem private Störungen oder Unterbrechungen in Meetings gelassen genommen und auch bei der zeitlichen Planung die familiären Verpflichtungen beachtet werden.

Es ist eine herausfordernde Zeit und es gilt, einen guten Umgang mit der Familie, den Arbeitskollegen und Helvetia beizubehalten.

Bereichsübergreifender Austausch

Die Unternehmenskultur und der soziale Austausch sind gerade in aussergewöhnlichen Zeiten Ressourcen, die helfen können, den Anforderungen gewachsen zu sein und gestärkt durch diese Zeit zu gehen. Stöbere auf der allegra Seite zur Helvetia Unternehmenskultur herum und lasse Dich inspirieren. Hat Dich die neue Situation beispielsweise auf eine Idee für ein Experiment gebracht? Probiere es aus! Möchtest Du Dich mit Kollegen aus anderen Bereichen austauschen? Dann ist der Helvetia Lunch eine gute Möglichkeit, sich mit neuen Kolleginnen und Kollegen aus unterschiedlichen Bereichen zu vernetzen und neues Wissen einzufangen. Anmelden kannst Du Dich hier.