Mit analytischem Weitblick ...

... durch turbulente Zeiten.

Politische Unsicherheiten und volatile Märkte: wie reagiert Helvetia auf globale Veränderungen? Daniel Kunz und sein Team von Investment Strategy & Research analysieren, was sich in der Weltwirtschaft verändert. Ihr Macro & Market Outlook schafft Klarheit in einem komplexen Umfeld.

Text Michelle Disler-Carabelli Foto Christian Aeberhard

Wenn die USA plötzlich neue Importzölle verhängen oder die Märkte nervös auf politische Entscheidungen reagieren, muss es bei Helvetia schnell gehen. Das Team von Daniel Kunz, Leiter Investment Strategy & Research im Helvetia Group Asset Management, analysiert laufend, was auf die Finanzmärkte zukommen könnte und wie sich Helvetia positionieren muss.

Viermal jährlich erstellt sein Team den Macro & Market Outlook, eine strukturierte Einschätzung zur Lage der Weltwirtschaft und der Finanzmärkte. «Wir liefern nicht nur Prognosen, sondern auch Szenarien», sagt Daniel Kunz. «So können wir flexibel auf Entwicklungen reagieren – nicht mithilfe des Blicks in die Kristallkugel, sondern mit einer fundierten Einschätzung möglicher Verläufe.»

Fundierte Messdaten für klare Prognosen

Das Team analysiert volkswirtschaftliche Kennzahlen wie das Wirtschaftswachstum (BIP) und die Inflation. «Viele dieser offiziellen Statistiken und Zahlen werden erst mit Verzögerung veröffentlicht. Deshalb arbeiten wir mit Frühindikatoren – wie beispielsweise Verbraucher- und Unternehmensumfragen – und versuchen Entwicklungen zu antizipieren», so Daniel. Dazu kommen Marktdaten wie Unternehmensgewinne, Gewinnmargen oder Kreditrisikoprämien. Die Informationsquellen sind insbesondere Bloomberg, Investmentbanken, unabhängige Research Provider und Peervergleiche mit anderen Asset Managern. Das Team nimmt diese Daten als Basis, um eigene Einschätzungen zu erstellen. Diese vergleicht es mit dem Marktkonsens und analysiert, wo es Abweichungen gibt. Dabei kommen Modelle, Szenarioanalysen und fundierte Interpretationen zum Einsatz – keine rein regelbasierten Ableitungen. «Am wichtigsten ist aber die Dynamik hinter den Zahlen. Wir analysieren nicht nur, wo wir stehen, sondern vor allem, wohin es sich bewegen könnte», erklärt Daniel.

Ein hilfreiches Instrumentarium für die ganze Gruppe

Der Macro & Market Outlook dient nicht nur als Entscheidungsgrundlage für das Group Asset Management, etwa bei der Asset Allocation, also der gezielten Verteilung von Kapital auf Anlageklassen wie Aktien, Obligationen oder Immobilien. Er ist auch in vielen weiteren Gruppenfunktionen fest verankert. Im Risk Management werden Szenarien verwendet, um Auswirkungen auf die Bilanz durchzurechnen. Bei Group Finance fliessen Renditeschätzungen in Planungen und Budgetprozesse ein. Und in der Vorsorge, bei den Market Units oder im Specialty-Lines-Geschäft bietet der Macro & Market Outlook Orientierung.

«Auch wenn wir die Zukunft nicht kennen – wir können uns auf sie vorbereiten.»

«Wir stimmen uns regelmässig mit anderen Teams ab, zum Beispiel mit dem Asset-Allocation-Team. Bei besonderen Ereignissen stehen wir zudem in engem Austausch mit dem Bereich Risk Management. Dieser Austausch ist essenziell, um fundierte strategische Entscheidungen zu treffen», so Daniel.

Wichtig sei vor allem Robustheit, sagt Daniel: «Wir richten unsere Allocation nicht nur auf das wahrscheinlichste Szenario aus. Entscheidend ist, dass wir auch bei anderen Entwicklungen stabil bleiben, ohne von einem Ausgang zu stark abhängig zu sein.» Diese Szenarien helfen, Risiken abzuwägen, regulatorische Anforderungen zu erfüllen und nachhaltig zu investieren – auch in einem zunehmend fragmentierten Weltmarkt.

Analytische Klarheit in Ausnahmesituationen

Globale wirtschaftliche Spannungen, erzeugt zum Beispiel durch die neuen Handelsmassnahmen der USA, sind keine Ausnahme. «Ob Corona, Eurokrise oder Brexit – es gibt immer wieder Situationen, in denen unsere Einschätzungen besonders gefragt sind», erklärt Daniel. «Gerade dann ist es wichtig, strukturiert zu bleiben und nicht zu überreagieren.» Wenn sich Märkte rasant bewegen, steigt der Wunsch nach Orientierung – auch im privaten Umfeld. Dann wird Daniel auch mal von Freunden oder der Familie um Rat gefragt: «Meistens fragen sie mich, ob sie verkaufen sollen. Aber es gibt keine einfachen Antworten, nur eine gute Vorbereitung. Die besteht darin, sich nicht von Schlagzeilen treiben zu lassen, sondern Entwicklungen strukturiert zu beobachten und verschiedene Szenarien im Blick zu behalten», sagt Daniel.

Verständnis schaffen

Ein besonderer Anspruch liegt in der Aufbereitung des Macro & Market Outlooks: «Die Leserschaft des Macro & Market Outlooks ist vielfältig – von Investmentprofis bis zu Kolleginnen und Kollegen, die sich für Wirtschaft interessieren. Wir versuchen, die Inhalte so aufzubereiten, dass sie verständlich bleiben, ohne an Substanz zu verlieren», erzählt Daniel. Dafür bereitet das Team seine Erkenntnisse gezielt auf – in Präsentationen, Berichten oder Dialogformaten. Wer sich für den Macro & Market Outlook interessiert, kann sich per E-Mail an asset.management. kommunikation@helvetia.ch wenden und ihn abonnieren*.

Ein gesunder Weitblick bleibt entscheidend

«Auch wenn wir die Zukunft nicht kennen – wir können uns auf sie vorbereiten.» Ein Satz, der Daniel Kunz und seine Arbeit treffend beschreibt. Denn wer heute investiert, lebt nicht von Gewissheiten, sondern braucht den Mut, offen zu denken. Und ein Team, das Orientierung gibt, wenn es darauf ankommt.

*Das Angebot richtet sich ausschliesslich an interne Helvetia Mitarbeitende

viva. Wandel.